In der Salvatorkirche in Duisburg wird das Spenden im Gottesdienst ab dem kommenden Sonntag digital. In der Kirche kommt beim Gottesdienst um 10 Uhr ein mobiler Kollektenkorb zum Einsatz, an dem mit Bank- oder Kreditkarte gezahlt werden kann, wie die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) am Donnerstag mitteilte. Zudem wurde am Kirchenausgang ein stationäres Spendenterminal errichtet, an dem ebenfalls mit "Plastikgeld" gezahlt werden kann.

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Nach der katholischen Kirche hat sich auch der katholische Deutsche Caritasverband gegen die Kassenzulassung für vorgeburtliche Tests auf das Down-Syndrom ausgesprochen. Er forderte die Bundestagsabgeordneten am Donnerstag auf, sich gegen die Zulassung der in Deutschland ethisch umstrittenen Pränataltests einzusetzen. Die evangelische Kirche spricht sich dagegen für eine Kostenübernahme für die Tests durch die Krankenkassen aus. Die nichtinvasiven Tests ersparen den Schwangern zunächst riskantere Verfahren wie Fruchtwasseruntersuchungen.

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Kostbarer Schatz in Lübeck: Das St. Annen-Museum zeigt ab Freitag (18. Januar) aufwendig gestaltete Gottesdienst-Gewänder aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Die sogenannten Paramente stammen ursprünglich aus der ehemaligen Marienkirche im polnischen Danzig. In der Dauerausstellung "Von Samtbrokat und Häutchengold - Ausgewählte Paramente aus dem Danziger Mittelalterschatz" sind sie nach zehn Jahren erstmals wieder zu sehen.

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Der ehemalige Berliner Konsistorialpräsident Ulrich Seelemann ist aus seinem Amt als Geschäftsführer der Evangelischen Wittenbergstiftung verabschiedet worden. Die Andacht zur Verabschiedung am Donnerstag in der Stadtkirche von Wittenberg hielt die Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, wie die Kirche mitteilte. Der 67-jährige Jurist Seelemann hatte das Amt im März 2015 übernommen und war davor zehn Jahre lang Chefjurist und Leiter der Verwaltung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

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Papst: Auch Jesus war Flüchtling EKD Nachrichten Deutschlandby epd (cached at January 18, 2019, 12:01 am)

Papst Franziskus hat daran erinnert, dass Migration die gesamte Menschheitsgeschichte geprägt hat. "In der Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und die eigene Familie haben sich im Lauf der Jahrhunderte Millionen von Migranten auf den Weg gemacht", betonte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Dokument des päpstlichen Rats für ganzheitliche Entwicklung.

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In der verfahrenen Brexit-Situation müssen die Kirchen nach Überzeugung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, Brücken zwischen dem europäischen Kontinent und Großbritannien bauen. Es sei jetzt die Aufgabe der Kirchen und ihrer Netzwerke, Spaltungstendenzen in Europa und emotionalen Reaktionen, wie etwa Spott und Häme gegenüber England, entgegenzuwirken, sagte der Ratsvorsitzende, der auch bayerischer Landesbischof ist, am Donnerstag im Münchner Presseclub.

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Zahlreiche protestantische Christen in den USA, die als Jugendliche am Gemeindeleben teilnehmen, gehen einer Studie zufolge als junge Erwachsene zumindest zeitweilig auf Distanz zur Kirche. Hauptgründe seien veränderte Lebensumstände, ein mangelndes Gefühl der Verbundenheit zur Gemeinde und abweichende Ansichten zu sozialen oder politischen Fragen, hieß es in der Erhebung des evangelikalen Instituts LifeWay Research.

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Der Baptistenpastor und Stiefbruder des US-Musikers Elvis Presley (1935–1977), Rick Stanley, ist tot. Laut Medienberichten erlag der 65-Jährige am 7. Januar einem Leber- und Nierenversagen.

Eine Studie der baptistischen US-Organisation „Lifeway" hat ergeben: Zwei Drittel der amerikanischen jungen Erwachsenen, die als Teenager regelmäßig eine Kirche besucht haben, kehren Gemeinden im Alter von 18 bis 22 Jahren den Rücken. Offenbar hängen die geringer werdenden Kirchenbesuche direkt mit dem Alter der Christen zusammen. 69 Prozent gaben an, mit 17 Jahren noch regelmäßig in den Gottesdienst gegangen zu sein. Im Alter von 18 waren es nur noch 58 Prozent, mit 19 noch weniger: 40 Prozent. Von den Amerikanern zwischen 20 und 22 Jahren besuchte nur noch ein Drittel den Gottesdienst.

Als Gründe für ihren Austritt gaben fast alle eine Änderung ihrer Lebensumstände an. Drei von vier sagten, der Pastor oder die Kirche seien Schuld. Fast genau so viele begründeten die Distanz zur Gemeinde mit ihren religiösen, ethischen oder politischen Überzeugungen. Am häufigsten nannten die jungen Menschen folgende Gründe: Sie seien weggezogen, andere Kirchenmitglieder erschienen ihnen heuchlerisch oder zu sehr richtend, sie fühlten sich nicht mehr mit den Menschen in der Kirche verbunden, sie stimmten nicht mit den politischen Ansichten ihrer Kirche überein oder sie hätten andere berufliche Verpflichtungen. Die Hälfte der Befragten gab an, ihr Antritt der Collegezeit sei mit dem Verlassen der Kirche verknüpft.

Zwei Drittel bleiben weg

Offenbar entscheiden sich viele junge Menschen in den USA jedoch nicht bewusst dazu, eine Kirchenpause einzulegen. Lediglich ein Drittel gab an, nach der Highschool eine gewisse Zeit nicht in eine Gemeinde habe gehen zu wollen. Die restlichen zwei Drittel sagten, es habe sich so ergeben. Von all jenen, die als junge Erwachsene mindestens für ein Jahr aus der Kirche ausgestiegen sind, besucht heute jeder Dritte wieder eine Gemeinde.

Über die Hälfte derjenigen jungen Erwachsenen, die auch im Alter von 18 bis 22 Jahren in der Kirche blieben, sagten, die Kirche spiele eine wichtige Rolle in ihrer Beziehung zu Gott. Ebenso viele räumten der Gemeinde das Recht ein, sie bei Entscheidungen in ihrem Leben zu begleiten. Etwas weniger erklärten, sie folgten mit dem Kirchenbesuch dem Beispiel eines Verwandten, kirchliche Aktivitäten seien ein wichtiger Teil ihres Lebens, die Kirche helfe ihnen, ein besserer Mensch zu werden oder sie fühlten sich der Kirche und ihrer Arbeit verbunden.

Arbeit mit jungen Erwachsenen stärken

„Auf der einen Seite können wir ermutigt sein, dass manche zur Kirche zurückkehren", zitiert „Lifeway" seinen Leiter für studentische Arbeit, Ben Trueblood. Aber die Kirche müsse auch wahrnehmen, dass mehr als zwei von dreien nicht wiederkämen. Er plädiert deshalb für eine Stärkung der christlichen Arbeit mit jungen Erwachsenen. Der Fokus vieler Kirchen liege in der Arbeit mit Kindern, Schülern und dann jungen Familien. Die jungen Erwachsenenjahre würden oft ausgeklammert. „Das muss sich ändern."

Für die Studie befragte „Lifeway" im Herbst 2017 rund 2.000 Erwachsene zwischen 23 und 30 Jahren. Bereits im Jahr 2007 kam eine Studie zu ähnlichen Ergebnissen.

Von: Anna Lutz

Das „Unwort des Jahres“ 2018 lautet „Anti-Abschiebe-Industrie“. Das hat die Sprecherin der sprachkritischen Jury, die Linguistik-Professorin Nina Janich, am Dienstag in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Der CSU-Politiker Alexander Dobrindt hatte den Begriff in einem Interview gebraucht und damit in die öffentliche Debatte eingeführt. Er wollte damit auf Klagen gegen die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber zielen, weil er darin eine Sabotage des Rechtsstaats erkannte. In der Sache kann man Dobrindt zustimmen oder nicht. In der Wortwahl jedoch sollte er künftig mehr Feingefühl an den Tag legen.

Zum „Unwort des Jahres“ wird seit 1991 jährlich ein Begriff gekürt, der gegen das „Prinzip der Menschenwürde“ oder gegen „Prinzipien der Demokratie“ verstößt, indem er Menschen diskriminiert oder euphemistisch, verschleiernd oder gar irreführend ist. 2016 fiel die Wahl auf „Volksverräter“, 2017 war es der Begriff „Alternative Fakten“. Die Jury argumentierte in diesem Jahr, der Ausdruck „Anti-Abschiebe-Industrie“ unterstelle denjenigen, die abgelehnte Asylbewerber rechtlich unterstützen und Abschiebungen auf dem Rechtsweg prüfen, die Absicht, auch kriminell gewordene Flüchtlinge zu schützen und damit Geld zu verdienen.

Als Industrie wird der Teil der Wirtschaft bezeichnet, der sich mit der gewerblichen – also der geschäftsmäßigen – Gewinnung, Bearbeitung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen oder Zwischenprodukten zu Sachgütern befasst. Das Unwort „Anti-Abschiebe-Industrie“ ist dazu geeignet, abgelehnte Asylbewerber auf einen irgendwie gearteten Rohstoff zu reduzieren, aus dem dann windige und findige Geschäftemacher ihren Profit ziehen. Zudem legt die Verwendung von „Industrie“ in dem Begriff nahe, dass in einem nebulösen Produktionsprozess aus abgelehnten Asylbewerbern – seien sie kriminell oder nicht – überhaupt erst Asylberechtigte „hergestellt“ würden.

„Menschen nicht wie Kartoffelsäcke behandeln"

Dobrindts (Un)Wortschöpfung hat die zweifelhafte Ehrung verdient. Gerade die Unionsparteien legen Wert darauf, dass sie für ein christliches Menschenbild eintreten. Das bedeutet, jeden Menschen als ein Ebenbild Gottes zu sehen. Jeden Menschen. Dobrindts zwar nicht unflätige, aber sich selbst disqualifizierende Wortwahl hat mich sofort an den ehemaligen CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder erinnert. Mir klingeln seine Worte auf der Bad Blankenburger Allianzkonferenz noch im Ohr: „Wir können Menschen nicht wie Kartoffelsäcke behandeln. Oder über sie sprechen, als wären sie Dinge.“ Wie wahr. Genau das hatte der Christdemokrat – nicht zuletzt von seiner Fraktion – auch bei der Debatte um Asyl und Flüchtlinge gefordert.

Über Menschen reden wie über Rohstoffe, Hilfs- oder Schmierstoffe einer nach Profit gierenden industriellen Produktion beraubt den Menschen seiner Würde – ist daher menschenunwürdig und abzulehnen. Dies gilt ungeachtet der Bewertung des zugrundeliegenden Sachverhaltes. Dobrindt möchte ich wegen seiner Wortwahl nicht verurteilen. Klar müssen Politiker in der Öffentlichkeit zuspitzen, das gehört zum Geschäft. Wünschenswert wäre jedoch eine tiefere innere Achtsamkeit für die Werte und Worte, die auf das christliche Menschenbild und das daraus resultierende Politikverständnis – gerade bei Christdemokraten – Rückschlüsse erlaubt.

Sagen, was ist

Jeder Mensch sollte achtsam sein, wie er über andere spricht. Besonders betrifft das diejenigen, die ohnehin viel mit Worten zu tun haben – neben Politikern etwa auch wir Journalisten. Wir prägen mit unserer Sprache Bilder und Vorstellungen über Menschen und Vorgänge in der Öffentlichkeit. Die Devise muss lauten: Sagen, was ist - dabei die Würde jedes Menschen achten, aber auch jeder Schönfärberei wehren. Der Grat dazwischen ist oft schmal.

Wer die Ebenbildlichkeit anerkennt, sollte doppelt behutsam mit Sprache umgehen. Denn das Reden über einen Menschen steht in direktem Zusammenhang mit dem Schöpfer, der diesem Menschen seine unveräußerliche Würde verliehen hat. Der neutestamentliche Brief des Jakobus offeriert eine wunderbare Handlungsanleitung für achtsame Kommunikation: „Wer sich aber im Wort nicht verfehlt, der ist ein vollkommener Mensch [...]. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rechnet sich große Dinge zu. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet's an!“

Von: Norbert Schäfer

Die Stadt Haifa hat auf Proteste von Christen reagiert und will das Kunstwerk mit einer gekreuzigten Ronald-McDonalds-Figur abhängen. Es zeigt das Maskottchen der Fast-Food-Kette am Kreuz. Das Werk des finnischen Künstlers Jani Leinonen war seit 4. August 2018 in der Ausstellung „Heilige Güter“ im Kunstmuseum von Haifa zu sehen. Die Proteste hatten sich erst jetzt entwickelt.

Am Donnerstag und Freitag hatten Hunderte Menschen gegen das Kunstwerk demonstriert, darunter vor allem christliche Araber. Die Demonstranten forderten die Museumsleitung auf, „McJesus“ zu entfernen. Bei den Protesten kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Drei Sicherheitskräfte wurden durch Steinwürfe verletzt. Einige Demonstranten versuchten, in das Museum einzudringen. Ein Molotowcocktail wurde auf das Museum geworfen.

So schnell wie möglich entfernen

Die Bürgermeisterin der Stadt Haifa, Einat Kalisch-Rotem, hat laut der israelischen Zeitung Haaretz angeordnet, die Skulptur „so schnell wie möglich“ zu entfernen. Dieser hatte sich in der vergangenen Woche irritiert gezeigt. Das Werk hätte nie in Israel ausgestellt werden dürfen, da er das Land boykottiere. Kalisch-Rotem verbreitete über Twitter den Leihvertrag mit dem Museum in Helsinki. Dieser läuft im Januar aus. Das Museum sehe die Ausdrucksfreiheit der Kunst als Grundpfeiler der Demokratie, „wir bedauern aber das Leid, das wir der christlichen Gemeinschaft in Haifa angetan haben“.

Die katholischen Bischöfe in Israel hatten nach den Vorfällen die Stadt aufgefordert, die Darstellung aus der Ausstellung zu entfernen. Trotz Meinungsfreiheit sei es nicht hinzunehmen, „das bedeutendste Symbol der christlichen Religion“ zu missbrauchen. Am Montag verstärkte die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen um das Museum.

Mit seiner Darstellung möchte er die Konsumgesellschaft kritisieren. Die israelische Kulturministerin Miri Regev hatte ebenfalls gefordert, „McJesus“ zu entfernen: „Religiöse Symbole, die vielen Gläubigen in der Welt heilig sind, aus künstlerischem Protest zu missachten, ist unzulässig und kann nicht als Kunst in einer Kultureinrichtung dienen, die aus staatlichen Mitteln finanziert wird.“

Laut katholisch.de wurden zwei weitere Kunstwerke, die Anstoß erregt hatten, nun getrennt von der übrigen Ausstellung gezeigt. Außerdem weist ein Schild auf die kontroversen Darstellungen von Jesus und Maria und einen möglicherweise verletzenden Charakter hin.

Von: Dana Nowak/Johannes Blöcher-Weil

Der Protest der Gnade Christliches Medienmagazin pro(cached at January 17, 2019, 4:01 pm)

„Etwas zu kritisieren, was man nicht mag, bedarf keiner besonderen Anstrengung. Sich aber kritisch mit denen zu beschäftigen, die man liebt und schätzt, das bedarf mancher Mühe und Geduld. Ein Balanceakt kritischer Dankbarkeit.“

So gibt Jürgen Mette – Theologe, pro-Kolumnist und evangelikaler Szene-Kenner – die Zielsetzung seines neuen Buches aus. Mühe und Geduld haben sich gelohnt: „Die Evangelikalen“ ist ein beeindruckend ehrliches Brückenbauprojekt jenseits konfessioneller Schubladen-Klischees geworden. Es zeichnet den Weg eines ehrlichen Christen und theologischen Denkers mit einer Bewegung nach, die – wie es der Untertitel sagt – „weder einzig noch artig“, aber dafür einzigartig ist. Die Evangelikalen, so viel macht Mette direkt zu Beginn klar, sind weder die einzig wahren Christen, noch sind sie eine in sich harmonische Bewegung. Im Gegenteil: An Fragen wie der Sexualethik spaltet sich das evangelikale Lager, über sie wird „unartig“ gestritten.

Eine der stärksten Thesen des Buches ist, dass die Meinungsvielfalt im evangelikalen Lager keine Schwäche, sondern eine Chance ist. Mutig begibt sich Mette auf Konfrontationskurs mit selbsternannten „Wächtern des wahren Glaubens“ – und prognostiziert zu Recht in seinem humorvollen und kritisch-schneidenden Stil: „Für dieses Buch werden einige mir Blumen zuwerfen, an denen die Töpfe noch dranhängen.“ Dass der Autor das ahnt, in Kauf nimmt und man ihm die Liebe zu den Werfern trotzdem abspürt, das macht dieses Buch so besonders.

Die Evangelikalen in der Klischee-Krise

Worum geht es also? Um die Evangelikalen: Wer sie sind, was ihnen wichtig ist, wo ihre Stärken liegen und woran sie kranken, um ihre Theologie und ihre Frömmigkeit. Mette macht dabei klar: Er ist selbst einer von ihnen, es geht um – so der zweite Untertitel des Buches – „eine biographisch-theologische Innenansicht“ jenseits von Klischees. Mit denen aufzuräumen, darum geht es auf den ersten rund 50 Seiten. So schreibt Mette etwa: „Wenn […] die Tochter Billy Grahams in Endzeitsorge eine Sonnenfinsternis als Zeichen des Gerichts Gottes deutet, dann schäme ich mich fremd. Aber ich bringe es nicht fertig, mich generell von diesem Frömmigkeitstyp zu distanzieren. Ich bin tatsächlich ein Evangelikaler, ein wertkonservativer engagierter Christ. Wenn das bereits evangelikal ist, dann bin ich gern evangelikal. Alle weiteren Spezifikationen wie konservativ, fundamentalistisch, rechts, links oder traditionell brauche ich nicht, weil ich mich in diesen Klischees nicht wiederfinde.“

Das grundlegende Problem mit der evangelikalen Selbst- und Fremdwahrnehmung bringt Mette auf den Punkt, indem er den Autoren und Journalisten Andreas Malessa zitiert: „Wenn man die Presse verfolgt und auch die eigene evangelikale Presse, dann kommt man leider auf die Faustformel: Evangelikal – das bedeutet ‚Gott schuf die Welt in sechs Tagen‘, ‚Frauen gehören nicht auf die Kanzel‘ und ‚Kinder nicht in die Kita‘ und ‚Schwule nicht in die Kirche‘ und ‚Muslime nicht zu Deutschland‘. Das ist so ein holzschnittartiges Programm geworden, das aber nicht der evangelikalen Gemeindewirklichkeit entspricht.“

Gegen das Schubladendenken

Nach der Grunddiagnose führt Mette eine scharfe und treffende Analyse verschiedener evangelikaler Milieus und ihrer theologischen Schwerpunkte durch. Den Evangelikalen sind demzufolge bestimmte Dinge wichtig: Die eigene Glaubensentscheidung etwa, oder die Autorität der Bibel. Ihr theologisches Profil ist eine Stärke. Doch der größte Feind, so Mette, heißt Lager- und Schubladendenken. Die Evangelikalen sind eine Protestbewegung. Sie protestieren – zu Recht – gegen die Verwässerung des Evangeliums und die Beliebigkeit der Ethik. Doch bei so viel Protest – auch und gerade untereinander – bleibt die Gnade auf der Strecke. Immer kleinere und exklusivere Gruppen meinen, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Daher leidet die Kirche evangelikaler Prägung an „altersbedingtem Gelenkverschleiß“. Aus dieser Diagnose ergibt sich Mettes Programm:

„Bevor die Kirche aus der Gnade lebt und diese Gnade proklamiert und praktiziert, muss sie die Gnadenlosigkeit in den eignen Reihen durch Gnade überwinden und gesund werden. Das ist meine Ambition und Motivation. Die Diagnose des Patienten Kirche ist ernüchternd, aber sie treibt an. Das erklärt die Notwendigkeit (Not abwendende Wendigkeit) dieses Buches: den kardiologischen und orthopädischen Befund einer chronisch hartleibigen Kirche zu erkennen und zur Gesundung des Leibes Christi beizutragen. Das Not-wendende Heilmittel heißt Gnade und Versöhnung. Wo Jesus Christus ist, da ist immer Gnade.“

Für mehr Gnade im Streit

Mit diesem gnädigen Heilungsprozess ist Mette den Rest des Buches über beschäftigt – sowohl er selbst als auch die insgesamt acht Gastautoren. Darunter ist auch eine Autorin: Gisa Bauer ist wissenschaftliche Expertin für den Evangelikalismus und diejenige, die sich am stärksten aus der wissenschaftlich-neutralen Außenperspektive annähert. Die anderen kommen allesamt aus verschiedensten Ecken des evangelikalen Lagers. Jenseits ausgetretener Pfade reflektieren sie gewinnbringend diverse Perspektiven und Aufreger ihrer Bewegung. So votiert etwa der Kasseler praktische Theologe Tobias Faix dafür, die Meinungspluralität im evangelikalen Lager zu begrüßen. Heinrich Derksen, Leiter des Bibelseminars Bonn, denkt nach über das „verborgene Potential Russlanddeutscher Gemeinden“, die auch zum Evangelikalismus zählen.

Der Marburger systematische Theologe Thorsten Dietz erzählt seine (evangelikale) Geschichte mit der historisch-kritischen Bibelauslegung – es ist keine, die nur von Ablehnung geprägt wäre. Erfrischend offen geht Dietz mit dem Thema um, ohne dabei Zugeständnisse an Ideologen auf beiden Seiten zu machen: „Der Ausdruck ,historisch-kritisch' ist teilweise auf beiden Seiten zum Popanz gemacht geworden. Sowohl das empathische Bekenntnis wie die grundsätzliche Ablehnung dieser Wortkombination stehen bisweilen für eine Ideologisierung der Bibeldebatten. […] Wissenschaftliche Bibelauslegung kann befreiend sein, hilfreich und anregend. Und zugleich lebt sie davon, dass Glaubensgemeinschaften die Bibel ernst genug nehmen, um noch wirklich an den Aussagen der Bibel in ihrer Zeit und an ihrer Bedeutung für unsere Zeit interessiert zu sein. Es wäre an der Zeit, dieses Thema jenseits der klassischen Grabenkämpfe noch einmal ganz neu zu diskutieren.“ So artikuliert sich bei Dietz wie bei den anderen Gastautoren die Perspektive der Gnade, die Mette dem evangelikalen Diskurs dankenswerterweise einimpft.

Hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven

Bei vielen evangelikalen Aufregerthemen zeichnet Mette die Perspektive der Gnade selbst: Er schreibt über sein Bibelverständnis, über das Verhältnis zum Islam, über Homosexualität. Auch das heiße Eisen der Vereinnahmung der Evangelikalen durch den politischen Rechtspopulismus packt er an – und erteilt ihm trotz aller Gnade eine entschiedene und wichtige Absage. Bei all diesen Themen nimmt er die Aussagen der Bibel ernst, plädiert aber gleichzeitig im Umgang mit den Menschen für Barmherzigkeit und warnt vor vorschnellen absoluten Wahrheitsansprüchen.

Das alles und noch einiges mehr behandelt Mette in seinem Buch. Den Abschluss machen Wünsche und Prognosen für die Zukunft der Kirchen (nicht nur) evangelikaler Prägung. Wenn die Evangelikalen Spaltungen überwinden, stehen die besten Zeiten noch bevor, so Mette. Sofern sie seine Worte ernst nehmen und sich auf ihre Wurzeln als gnädige Protestbewegung besinnen, könnte die Gestaltung der Zukunft gelingen.

Von: Martin Jockel

Jürgen Mette: „Weder einzig noch artig. Eine biografisch-theologische Innenansicht“, Gerth, 256 Seiten, 18 Euro, EAN/ISBN 9783957345486

Christen werden weltweit verfolgt ERF Plus - Aktuell (RSS)(cached at January 17, 2019, 4:01 pm)


© Open Doors

Millionen Christen weltweit leiden unter Verfolgung. Zu den Ländern, in denen die Christenverfolgung am höchsten ist, gehören Nordkorea, Afghanistan und Somalia. Das christliche Hilfswerk Open Doors gibt alljährlich den Weltverfolgungsindex heraus, um auf die Lage der Christen in diesen Ländern aufmerksam zu machen. Markus Rode, Leiter von Open Doors, informiert über die Hintergründe.

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Kritik am Schweigen der politischen Mitte zu Gewalttaten von Flüchtlingen in Deutschland hat die frühere Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder (CDU), geübt.

Die alljährlichen „Theologischen Tage“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stehen dieses Mal unter dem Titel „Deus Ex Machina“ – Gott aus der Maschine. In Seminaren, Vorträgen und Diskussionsrunden lädt die Fakultät Theologen, Wissenschaftler, Studenten und Interessierte ein, sich mit den theologischen Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz zu beschäftigen.

Bereits in seinen Eröffnungsworten stellte Daniel Cyranka, Dekan der Theologischen Fakultät fest, dass Künstliche Intelligenz einerseits eine Herausforderung für die Theologie sei. Andererseits sei jeder Mensch, ob Theologe oder nicht, gefordert, sich den Ambivalenzen und Spannungen unserer Gesellschaft zu stellen. Wir lebten in einer Welt, in der „Eindeutigkeiten die Ausnahmen sind, Kompromisse dagegen die Regel“. Umso mehr müsse Theologie dabei als „akademischer Störfaktor“ fungieren. Ihre Aufgabe sei es, Grenzen zu bestimmen und festzulegen. Sie müsse einen Rahmen vorgeben.

Dirk Evers, Professor für Systematische Theologie, pflichtete Cyranka bei. Entscheidend sei, ob Kirche und Theologie dem Zeitgeist hinterher hinke oder selbstbewusst Fragen und Probleme angehe. Als eine dieser Fragen nannte Evers, was die Entwicklung Künstlicher Intelligenz für Martin Luthers Aussage bedeute: „Wir sollen Menschen und nicht Gott sein.“

Maschinen mit Bewusstsein nicht unmöglich

In einem Fachvortrages machte der Informatikprofessor Ulrich Furbach deutlich, dass das Ziel des technischen Fortschritts ein Miteinander von Künstlicher Intelligenz und Menschheit sein müsse, kein Gegeneinander. Eine wichtige Aufgabe der Informatiker sieht Furbach darin, neben der Öffentlichkeit auch die Politik über Künstliche Intelligenz aufzuklären. Denn an Expertise mangele es bei Entscheidungsträgern häufig. So kritisierte er die Forderung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im Hinblick auf autonomes Fahren „klare Leitlinien für Algorithmen“ festzulegen.

Denn schließlich wisse man nicht genau, warum ein System manche Entscheidungen so oder so treffe. Weiterhin handele es sich bei Künstlicher Intelligenz nicht einfach nur um Algorithmen. Es sei also nicht möglich solche Richtlinien festzulegen. Auch der zum autonomen Fahren einberufenen Ethikkommission versteht nach Ansicht Furbachs die Fähigkeiten solcher selbst lernenden Systeme nicht ausreichend. Informatikexperten säßen keine in solchen Gremien. Dass Künstliche Intelligenz auch einmal ein Bewusstsein brauche, sei eine große Herausforderung, allerdings nicht unmöglich.

Roboter als wichtige Hilfe in der Pflege

Der Pflegeforscher Patrick Jahn betonte in seinem Vortrag, den er gemeinsam mit dem Roboter Thea hielt, dass Pflegeroboter den Menschen in naher Zukunft nicht ersetzen werden. Roboter wie Thea könnten einzelne pflegerische Funktionen übernehmen, etwa Behandlungsmethoden erklären. Andere Systeme könnten Emotionen erkennen und drauf reagieren. Eine Interaktion mit dem Patienten finde aber immer in einem vorher programmiertem Rahmen statt. Obwohl Roboter heute noch sehr eingeschränkte Fähigkeiten hätten, seien sie als unterstützende Hilfe in Krankenhäusern oder auch zu Hause sehr wichtig.

Im Hinblick auf den demografischen Wandel in Deutschland stelle sich die Frage, wie man weiterhin eine pflegerische Versorgung aufrecht erhalten könne. Roboter würden dabei eine tragende Rolle spielen. Deswegen sei es wichtig, sich neben Entwicklungsfragen auch mit jetzigen und kommenden Herausforderungen zu beschäftigen. So müsse beispielsweise die Würde und Privatsphäre des Patienten gewährleistet sein.

Die Theologischen Tage 2019 werden von den Instituten der Systematische Theologie, Praktischen Theologie und den Religionswissenschaften organisiert. Sie finden jedes Jahr im Januar statt.

Von: Martin Schlorke

Ein Herz für Christen in Not ERF Plus - Aktuell (RSS)(cached at January 17, 2019, 2:01 pm)


© Oliver Jeske / ERF Medien

In diesen Tagen kommen Christen verschiedener Glaubensrichtungen zusammen zur Internationalen Gebetswoche der Evangelischen Allianz. Auch in Berlin beten Christen verschiedener Konfessionen zusammen und setzen damit ein Zeichen der Einheit. Ein besonderer Schwerpunkt ist das Gebet für verfolgte Christen. Oliver Jeske hat die Organisatorin Doris Korn getroffen.

Der Gebetsgottesdienst für verfolgte Christen beginnt am Sonntagvormittag, 20. Januar 2019, um 11 Uhr im Kornspeicher in der Hadlichstraße 44 in Berlin-Pankow. Gastgeber ist die dortige Freie evangelische Gemeinde.

Hier finden Sie weitere Gebetsveranstaltungen in Berlin.


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Andacht im Einkaufszentrum ERF Plus - Aktuell (RSS)(cached at January 17, 2019, 2:01 pm)


© Oliver Jeske / ERF Medien

In dieser Woche treffen sich Christen weltweit zum gemeinsamen Gebet. Anlass ist die Internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz. Auch in Berlin-Marzahn kommen Menschen zur Andacht zusammen. Oliver Jeske hat vor Ort vorbeigeschaut und ist dabei nicht etwa in ein Kirchengebäude gegangen, sondern in die örtliche Ladenzeile.


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Der Branchendienst Meedia berichtet, dass Facebook Wahlmanipulationen künftig eindämmen will. In Länden, in denen eine Wahl unmittelbar bevorsteht, darf Wahlwerbung demnach nur noch aus dem Inland betrieben werden. Anzeigen aus dem Ausland dürfen nicht mehr geschaltet werden. Die Regelungen gelten zunächst in Nigeria und der Ukraine, wo in den kommenden Wochen Wahlen stattfinden. Das Unternehmen will sie aber auch zeitnah in Indien und der Europäischen Union einführen.

Laut Meedia plant Facebook in Indien zudem ein Archiv für Wahlwerbung. Die Anzeigen sollen für sieben Jahre gespeichert werden. Das Unternehmen erklärte Medienberichten zufolge, dass es die Maßnahmen zunächst für Länder, in denen Wahlen anstehen, anwenden will. Eine globale Lösung soll folgen.

Von: Anna Lutz

Der aufwendig inszenierte Film "Zwingli" über den evangelischen Reformator läuft an diesem Donnerstag in den Schweizer Kinos an. Die Produktion sei ein Beitrag zum Zwingli-Jahr 2019 und konzentriere sich auf die Zürcher Jahre des wortgewaltigen Predigers, heißt es in dem Begleitmaterial. In der Schweiz wird in diesem Jahr an den Reformator erinnert, der vor 500 Jahren sein Wirken in Zürich begann. Ulrich Zwingli (1484-1531) predigte ab Januar 1519 von der Kanzel des Großmünsters seine christliche Freiheitsidee.

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Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Irmgard Schwaetzer, hat an den intensiven Streit um das Frauenwahlrecht in der evangelischen Kirche erinnert. "Wie lang der Weg bis zur rechtlichen Gleichstellung in der Kirche war und wie stark die Widerstände waren, gegen die Frauen ankämpfen mussten, ist im kirchlichen Bewusstsein nicht hinreichend präsent", sagte sie am Mittwoch in Hannover. Das Frauenwahlrecht wurde seit 1919 in den evangelischen Landeskirchen eingeführt.

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Der Weltkirchenrat hat Details zu seinen Planungen für die nächste Vollversammlung im Juli 2021 in Karlsruhe bekanntgegeben. Wie der Planungsausschuss für die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) am Mittwoch auf Zypern mitteilte, werden dazu 775 Delegierte erwartet. Das Thema lautet "Die Liebe Christi bewegt die Welt zu Versöhnung und Einheit". Rund 4.000 ökumenische Gäste aus aller Welt werden vom 5. bis 11. Juli 2021 in der badischen Stadt erwartet.

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Der geplante Missbrauchsgipfel im Vatikan mit Papst Franziskus und den Vorsitzenden der weltweiten katholischen Bischofskonferenzen soll das Bewusstsein der Teilnehmer für den Handlungsbedarf in ihren Ländern stärken. Ziel der vom 21. bis zum 24. Februar andauernden Gespräche sei es, "allen Bischöfen klar zu machen, was getan werden muss, um das weltweite Drama des Missbrauchs Minderjähriger zu bekämpfen und Prävention zu leisten", betonte Vatikansprecher Alessandro Gisotti am Mittwoch.

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Blindes Vertrauen Christliches Medienmagazin pro(cached at January 16, 2019, 6:01 pm)

Das Grauen lauert im Freien. Wer es sieht, verfällt einem mysteriösen Wahn und kann nicht anders, als sich das Leben zu nehmen. Nur wer seine Augen schließt, überlebt. Deswegen trainiert Malorie ihre Kinder schon früh, sich mit Augenbinde im Freien zurecht zu finden. Ihr Ziel: Irgendwann den sicheren Ort erreichen, von dem die Männerstimme aus dem Funkgerät erzählt.

„Bird Box“ heißt der Horrorfilm, der Netflix aktuell hohe Zugriffszahlen beschert. Laut dem Streamingdienst haben allein in der ersten Woche nach Erscheinen im Dezember 45 Millionen Nutzer den Film abgerufen. Der Hype um „Bird Box“ führte zu einem teils gefährlichen Internetphänomen. Unter dem Hashtag „#BirdBoxChallenge“ proben Nutzer, wie es sich anfühlt, alltägliche Dinge mit verbundenen Augen zu machen. Zu den harmloseren Übungen gehört, den Briefkasten zu leeren, im Supermarkt einzukaufen oder Schafe zu füttern. Andere Nutzer machten die wenig überraschende Erfahrung, dass blindes Tätowieren eine ebenso schlechte Idee ist wie eine Autofahrt mit verbundenen Augen. YouTube hat wegen hochgeladener Videos der Challenge sogar seine Richtlinien verschärft.

Netflix warnt zwar vor Nachahmungen, dürfte aber für die zusätzliche Aufmerksamkeit nicht undankbar sein. Doch woher kommt der große Erfolg von „Bird Box“? Sicher ist die brillante Sandra Bullock in der Rolle der Hauptfigur Malorie ein Grund dafür. Aber auch die Geschichte selbst scheint einen Nerv zu treffen, der Menschen nachhaltig bewegt – und der klar religiöse Züge aufweist.

Von einer „Genesis-Erzählung rückwärts“ schreibt etwa der amerikanische Blog der Gospel Coalition. Eine Reise weg von einer Welt voller Bedrohung und Tod hin zu einem Garten Eden, einem Ort, an dem keine Angst mehr herrscht, sondern Liebe und Freude. Bei Adam und Eva verspricht die Schlange Weisheit und Erkenntnis. Sie will ihnen die Augen öffnen. In „Bird Box“ sind es die „Verrückten“, die immun gegen die todbringende Bedrohung sind und Malorie dazu drängen, die Augenbinde abzunehmen. Einer sagt: „Ich habe die Wahrheit gesehen. Nehmt eure Augenbinden ab. Es ist wunderschön. Es ist wunderschön!“

Rettung ist nahe

Auch viele andere Motive haben religiöse und besonders christliche Bezüge: Der Untergang der Welt, die Hoffnung auf Erlösung, blindes Vertrauen, die friedlichen Vögel, die Versuchungen, das Paradies. Das trifft naturgemäß auf viele Endzeit-Filme zu. Bei „Bird Box“ sind sie aber besonders ausgeprägt.

Natürlich ist „Bird Box“ kein christlicher Film. Schon das Genre „Horror“ wollen sich viele Christen verständlicherweise nicht zumuten. Die Selbsttötungen werden in solcher Deutlichkeit gezeigt, dass Forderungen nach Warnungen für Menschen laut wurden, die mit Suizidgedanken zu tun haben.

Und doch zeigt der Streifen, wie aktuell die Ursehnsüchte und Urängste sind, die in der Bibel beschrieben werden. Und wie viel Halt die gütige Stimme gibt, die Malorie nur selten über das Funkgerät hören kann und der sie blind vertrauen muss. Der freundliche Mann will sie nämlich retten. „Wir haben einen Ort mit Vorräten für viele. Hier ist es sicher.“

Die Hoffnung auf Erlösung, sie ist stärker als die Angst vor den Gefahren, die überall lauern.

Von: Nicolai Franz

Gelähmt nur im Körper Christliches Medienmagazin pro(cached at January 16, 2019, 6:01 pm)

Bei diesem Buchtitel muss man zweimal hinsehen. Erstens weil auf dem Cover die Druckbuchstaben aneinanderkleben und nicht sofort ersichtlich ist, wo die Wörter getrennt sind: Steht da nun „Steh auf Mensch“, oder „StehaufMensch“? Tatsächlich ist es letzteres, was der Autor zum Buchtitel auserkoren hat. Das Wort erinnert sofort an das bekannte „Stehaufmännchen“, eine Figur, deren Schwerpunkt so tief liegt, dass es immer wieder aufsteht, egal wie sehr man es umkippt. Aber selbstverständlich will Samuel Koch den Titel auch als Aufforderung verstanden wissen, schreibt er. Steh auf!

Und dann gibt es noch ein zweites Hinsehen: Ein Buch mit den Worten „Steh auf“ von Samuel Koch? War das nicht der junge Mann, der wegen eines missglückten Stunts bei der Fernsehsendung „Wetten, dass ..?“ im Rollstuhl sitzt? Was will uns der über das Aufstehen sagen?

Einen typischen Ratgeber in Sachen Lebensführung, Durchhaltevermögen und Ermutigung wollte Koch auf keinen Fall schreiben; große Teile seines Buches verwendet er darauf, eben dieses Literatur-Genre zu kritisieren. Gerade einem Mann, der seit acht Jahren durch ein dummes Missgeschickt an den Rollstuhl gefesselt ist, kann man mit einem „Wird schon wieder“ und Selbsttäuschungsparolen nicht kommen.

Denn in der Tat verletzte sich Koch 2010 in der Sendung mit dem Moderator Thomas Gottschalk bei einer Wette so schlimm, dass er seither vom Hals abwärts querschnittgelähmt ist. Nach einem Schauspielstudium in Hannover ist er mittlerweile Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim. Und sein Leben besteht eben nicht hauptsächlich darin, in einem Rollstuhl zu sitzen. Koch trifft viele Menschen, kommt mit den interessantesten Personen der Weltgeschichte zusammen und führte nach eigener Schätzung auf zahlreichen Veranstaltungen über 7.000 Gespräche, in denen er viele Schicksale kennenlernte. „Mal habe ich einfach nur zugehört“, schreibt Koch, „mal Kontakte vermittelt, mal hitzig diskutiert, gelacht und gelitten und gelegentlich mit mir zunächst fremden Menschen gemeinsam geweint, wenn mir ihre Erzählungen und Geschichten an Herz und Nieren gingen.“

Für sein Buch „StehaufMensch“ führte er zusätzlich Gespräche mit Glücksforschern, Hirnforschern, Ärzten, Waisenkindern, Suizidgefährdeten, Topmanagern, Künstlern, Todkranken und Politikern. Immer mit dem einen Ziel, herauszufinden, was Glück bedeutet und wie man Leiden überwinden kann. Herausgekommen ist kein typischer Lebensratgeber. Denn eines hat der tiefsinnige Koch in all den Jahren gelernt: „Es gibt keine universale Betriebsanleitung für den Umgang mit schwierigen Zeiten.“

„Wer sich um sich selbst dreht, kommt nirgendwohin“

Hier schreibt ein junger Mann von gerade einmal 31 Jahren, der tiefgründige Weisheiten vermitteln kann, weil er sie selbst erlebt hat. Da ist zum einen die Erkenntnis, dass jeder, der in Not steckt, seinen eigenen, individuellen Weg finden muss. Da helfen auch nicht Hunderte Ratgeber in Sachen Resilienz (der Fähigkeit, mit schwierigen Situationen fertig zu werden, ein Modewort). Ihm selbst helfe es zwar, sich Erfahrungen anderer Menschen anzuhören und sich von ihren Lösungswegen dazu inspirieren zu lassen, eigene zu suchen. Aber: „Der Ratgeber versucht, Menschen von außen nach innen zu beeinflussen. Und die Inspiration funktioniert genau andersherum: Sie kommt von innen heraus und verändert das Äußere.“

An anderer Stelle schreibt er: „Ich habe im Laufe der letzten Jahre oft zu hören bekommen, was ich alles ‚muss‘ – mein Schicksal akzeptieren, meine Wünsche kompromissloser kommunizieren, und und und. Nichts davon konnte ich ‚müssen‘, sondern ich habe es nur dann umgesetzt, wenn ich es von innen wollte.“ Eine weitere weise Erkenntnis lautet: Viele Resilienz-Ratgeber seien gedacht für die Selbstoptimierung. „Es geht darin immer nur um mich, mich und mich.“ Koch: „Doch nach meiner Wahrnehmung ist es leider so: Wer sich immer nur um sich selbst dreht, kommt nirgendwohin.“

Hoffen auf einen Plan Gottes

Wertvoll ist Kochs Buch vor allem durch seine ganz persönlichen Erlebnisse und Beobachtungen, die er unterhaltsam in Beispiele umwandeln kann. Vielleicht ist es ja eine Binsenweisheit, aber bei Koch klingt es sehr glaubhaft: „Das Leben ist eine Achterbahnfahrt.“ Nur wer unten ist, kann auch wieder hinauf kommen. Oder mit dem Prediger Richard Rohr gesagt: „Der Schmerz lehrt uns etwas, das uns völlig gegen unsere eigene Einsicht geht: dass wir abwärts gehen müssen, bevor wir überhaupt wissen können, was aufwärts ist.“ Kaum eindrücklicher kann man das beschreiben anhand zweier Erlebnisse, die Koch an ein und demselben Tag an der französischen Atlantikküste hatte. Erst war er durch das schönste Glückserlebnis wie euphorisiert (schwerelos in einem Flugzeug der ESA schweben), und wenig später war er im Meer dem Tode nahe (eine halbe Minute schwamm er hilflos kopfunter im Wasser hängend und drohte zu ersticken).

Als gläubiger Mensch hat man wohl einen gewissen „Vorteil“: die Gewissheit, dass man von Gott geliebt ist, auch wenn man nicht richtig „funktionieren“ sollte, keine Leistung bringt oder etwas anderes für diese Liebe getan hat. Schon der Therapeut Viktor Frankl habe bei manchen KZ-Insassen eine positive Fähigkeit zur „Selbsttranszendenz“ beobachtet, also „die Fähigkeit, die Existenz von etwas Größerem als mich selbst anzuerkennen“. Frankl habe seine Patienten dazu angehalten, nicht die Frage zu stellen: „Was will ich vom Leben?“, sondern ihre Umkehrung: „Was will das Leben von mir?“ Im Hinblick auf die Juden fällt Samuel Koch auf: Wenn man sich ihre Jahrtausende alte Geschichte ansieht, scheinen die Juden geradezu die „Resilienz-Experten schlechthin“ zu sein. „Weil sie schon seit jeher ununterbrochen im Krieg leben, durch Wüsten irren, versklavt, zerstreut, verfolgt und angefeindet werden und damit klarkommen müssen ...“.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse für ein Energiebündel wie Samuel Koch, der lange brauchte, um sein Schicksal nach der Querschnittslähmung zu akzeptieren, lautet: „Das Leben ist eine Aneinanderreihung von Schwierigkeiten und schmerzhaften Erfahrungen, und es hat überhaupt keinen Sinn, ihnen ausweichen zu wollen.“ Wer weiß, ob Koch ohne seinen untrüglichen Glauben an einen liebenden Gott so viel Kraft gefunden hätte. Trotz seines körperlichen Schicksals hat er eine erstaunliche innere Stärke gefunden. Und er hat verstanden, dass Hoffnung nicht bedeuten muss zu hoffen, dass alles wieder so wird wie vor dem Unfall. Aber es kann – anders – gut werden. Koch: „Ich hoffe, dass Gott mit allem, was mir passiert ist, ein langfristiges Ziel verfolgt.“

Samuel Koch: „StehaufMensch“, adeo, 208 Seiten, 20 Euro, ISBN 9783863342111

Von: Jörn Schumacher

Zum 15. Jahrestag des Starts des Spendenaufrufs "Ruf aus Potsdam" für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) für das Bauprojekt geworben. Der Ort, an dem in der Weimarer Republik antidemokratische Kräfte gewirkt hätten, sei zwar zu einem NS-Mythos gemacht worden, sagte Schäuble am Dienstagabend beim Neujahrsempfang der Garnisonkirchenstiftung in Potsdam. Er zeige jedoch auch, dass Menschen fähig seien, aus der Vergangenheit zu lernen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.

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Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat die Kirchen angesichts der Brexit-Abstimmung in Großbritannien zur Zusammenarbeit aufgerufen. "Die Kirchen sind herausgefordert, in Zeiten auseinanderstrebender Kräfte ihren Beitrag zu leisten. Unsere Gemeinschaft in Christus verbindet die europäischen Kirchen über alle nationalen Grenzen", sagte der evangelische Theologe, der auch deutscher Vorsitzender der Meißen-Kommission ist, am Mittwoch in Hannover.

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Das Online-Portal www.programmbeschwerde.de ist ein Angebot der Landesmedienanstalten, auf dem Mediennutzer Beschwerden über Medienangebote abgeben können. 2018 gab es dort die meisten Eingaben seit Bestehen des Portals: Die Mitarbeiter kümmerten sich um 2.122 Fälle und damit um fast doppelt so viele wie im Vorjahr (1.185).

In knapp einem Viertel der Beschwerden (500) ging es um Programminhalte privater Fernseh- und Radiosender. 1.101 Eingaben betrafen die Aufsicht im dualen System sowie Sendungen und Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Diese wurden an die Rundfunkanstalten weitergeleitet, da die Medienanstalten nur für den privaten Rundfunk zuständig sind.

Es wurden auch Fragen zum Ordnungsrahmen gestellt oder Informationen zu medienrechtlichen Grundlagen und Zuständigkeiten gewünscht. 196 Anliegen drehten sich um Online-Angebote, insbesondere bei Instagram und YouTube. In Einzelfällen seien Anfragen und Beschwerden auch an die Freiwillige Selbstkontrolle, den Presserat und den Deutschen Werberat verwiesen worden.

Jugendschutz und Werbung oft kritisiert

Laut Pressemitteilung der Landesmedienanstalt lag ein inhaltlicher Schwerpunkt der Zuschriften im Bereich des Jugendschutzes. Mediennutzer kritisierten besonders Erotik-Werbung und für Kinder überbelastende Trailer im Tagesprogramm für Filme, die aus Gründen des Jugendschutzes erst am späteren Abend ausgestrahlt werden dürfen. Für Ärger hätten auch „diverse Nackt-Shows“ gesorgt. Einzelne Magazinbeiträge seien von Einzelpersonen oder bestimmten Gruppen als journalistisch einseitig betrachtet worden.

Fernsehzuschauer hätten sich zudem über zu lange Werbeblöcke beschwert und deren als aufdringlich empfundenen Platzierungen. Im Online-Bereich seien vor allem nicht gekennzeichnete Werbung in Instagram-Profilen und YouTube-Kanälen auf Kritik gestoßen. „Hier ist teilweise ein erheblicher Recherche-Aufwand notwendig, um die Anbieter zu identifizieren, damit in der Folge die zuständige Aufsicht informiert werden kann.“ Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt des Saarlandes, machte deutlich, dass die zuständigen Anstalten in zahlreichen Fällen erfolgreich auf eine rechtskonforme Ausgestaltung der Inhalte hinwirken konnten.

Steigender Bedarf für eine Anlaufstelle

Für Conradt verdeutlicht der Anstieg der Beschwerden „einen steigenden Bedarf des Fernsehpublikums, der Radiohörerschaft aber auch von Nutzern sozialer Medien an einer übergreifend agierenden Anlaufstelle für Beschwerden und Fragen zu Medieninhalten“. Die Entwicklung des Portals spiegele damit, wie das Publikum den Medienwandel wahrnehme.

Die Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Medienanstalten (DLM), Cornelia Holsten, verwies auf eine deutlich höhere Zahl der Beschwerden in Sachen Influencer-Marketing. Sie führte dies auf sensibilisierte Verbraucher und die eigene Informations- und Aufklärungsarbeit zur Werbekennzeichnung im Bereich Sozialer Medien zurück.

Auf der Plattform programmbeschwerde.de können Mediennutzer sich beschweren, wenn Angebote privater und öffentlich-rechtlicher Sender nicht den Programmgrundsätzen und den Regeln der Werbung und des Jugendschutzes entsprechen, etwa bei aggressiven Werbepraktiken im Fernsehen, gewalttätigen Szenen im Nachmittagsprogramm. Das Beschwerdeteam ist bei der Landesmedienanstalt des Saarlandes angesiedelt. Diese betreibt das Portal seit seiner Gründung 2004 für die Gemeinschaft der Medienanstalten in Deutschland. Sie kümmert sich darum, dass die Beschwerden über Medienangebote an die verantwortlichen Gremien der Sender weitergeleitet werden.

Von: Johannes Blöcher-Weil

Verfolgte Christen ERF Plus - Aktuell (RSS)(cached at January 16, 2019, 2:01 pm)


© Open Doors

Millionen Christen weltweit leiden unter Verfolgung. Zu den Ländern, in denen die Christenverfolgung am höchsten ist, gehören Nordkorea, Afghanistan und Somalia. Das christliche Hilfswerk Open Doors gibt alljährlich den Weltverfolgungsindex heraus, um auf die Lage der Christen in diesen Ländern aufmerksam zu machen. Markus Rode, Leiter von Open Doors, informiert über die Hintergründe.

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Pastor Samuel: „Unsere Kirchen sind von der lokalen hindu-nationalistischen Regierung nicht anerkannt. Die Hindu-Extremisten wollen eine christenfreie Region, sie unterbrechen und verbieten die Gottesdienste. In jüngster Zeit gab es einige solche Vorfälle. Ein lokales Gericht hat geurteilt, dass man eine Genehmigung von der örtlichen Polizei benötigt, um Gottesdienste zu veranstalten. Und gleich darauf sind die Behörden in die Kirchen gekommen und haben gefragt, wo die polizeiliche Genehmigung für den Gottesdienst sei. Auf dieser Grundlage wurden mehrere Kirchen im Norden Indiens geschlossen.

Diese Situation ist in ganz Indien typisch für die Gemeinden auf dem Land. Das gibt es jeden Sonntag, dass die Polizei vorbeikommt und fragt: ‚Wo ist die Genehmigung? Warum feiert ihr hier Gottesdienst? Das ist ein Haus, keine Kirche. Ihr schafft Missstimmung in der Dorfgemeinschaft.' Allerdings gibt es auf dem Land und in den Dörfern keine richtigen Kirchen. Die Polizei verpflichtet Pastoren darauf, den öffentlichen Frieden nicht zu stören. Wenn dann irgendetwas im Dorf passiert, nimmt sie den Pastor fest und behandelt ihn wie einen Kriminellen. Das Amt des Pastors wird also kriminalisiert.

Im vergangenen Jahr gab es eine Zählung von Angriffen auf Kirchen, demnach ist so etwas mehr als 650 Mal passiert. Die meisten Vorfälle gingen von Behörden der Regierung aus, indem sie das Gesetz missbrauchten oder auch das Anti-Konversionsgesetz anwandten, wonach es verboten ist, jemanden zu bekehren. Aber es gibt auch immer wieder Attacken von extremistischen Hindus auf Gottesdienste, Pastoren, Familien; viele Frauen werden vergewaltigt, viele Pastoren haben ihr Leben verloren. Und sogar Kinder werden nicht verschont: Es gab Fälle, wo Hindu-Extremisten christliche Mädchen vergewaltigten, die gerade mal sieben und vier Jahre alt waren. Von solchen Geschichten gibt es viele. Es ist so schwierig, den christlichen Glauben in diesem Land zu leben. Jeder Tag, in dem die Kirche etwas aus dem Glauben heraus tut, ist eine große Herausforderung.“

Pastor Alex: „Ich wurde einmal von der Polizei festgenommen. Sie brachten mich auf die Wache und fragten mich, warum ich Menschen zum Gottesdienst versammle. Ich antwortete, dass mir die indische Verfassung die Freiheit gibt, Gottesdienst zu feiern. Sie sagten: ‚Die Verfassung gibt dir die Freiheit, aber die Regierung nicht.‘ Ich sollte sofort aufhören, bei mir zu Hause eine Kirche zu leiten, sonst würden sie mich nicht schützen können, wenn fanatische Gruppen mich angreifen. Sie erklärten mir, dass jeden Sonntag 80 bis 100 Fanatiker bereit seien, irgendeine Kirche anzugreifen. Sie wussten sehr genau, dass wir Christen immer anfällig sind für solche Überfälle. Ich war sehr verängstigt und wusste nicht, wie ich mit der Situation umgehen sollte. Vor zwei Wochen hat ein Freund von mir Gottesdienst gehalten und wurde dabei attackiert. Die Polizei hat die Angreifer begleitet. Mein Freund rannte um sein Leben. Insgesamt 25 Familien folgten in seinem Dorf Jesus nach. Sie wurden enorm unter Druck gesetzt und gezwungen, ihren Glauben aufzugeben und zum Hinduismus zu konvertieren.“

Pastor Samuel: „Wir feiern unsere Gottesdienste nicht auf einem christlichen Campus oder in einem Kirchengebäude, wir sind in unseren Wohnungen. Durchschnittlich kommen 100 bis 200 Menschen zum Gottesdienst. Meine Kirche wurde bisher noch nicht angegriffen, aber Kirchen in unserem Netzwerk schon. Wir können jederzeit Ziel eines Angriffs werden oder ins Gefängnis kommen. Auch die registrierten Kirchen wie die katholische oder die evangelische stehen unter Druck. Die Regierung versucht, auch deren Institutionen und Besitztümer zu kontrollieren, und schleust ihre Leute in die Kirche ein, um sie besser überwachen zu können. Wenn die registrierten Kirchen angegriffen werden, gibt es offizielle Proteste. Aber die Hauskirchen in den ländlichen Gebieten haben keine große Stimme in der Öffentlichkeit. Deshalb greifen die Fanatiker auch immer diesen Teil des Leibes Christi an. In den großen Metropolen wie Delhi oder Mumbai geschieht das weniger. Es konzentriert sich vor allem auf einige Provinzen, in Punjab ist es am schlimmsten, dann folgen Jarkhand und andere.“

Pastor Alex: „Das Kastensystem ist der Schlüssel für die Verfolgung. Die Angehörigen der höheren drei Kasten sind die Minderheit in der Gesellschaft, die Mehrheit bilden die Dalit in der vierten, der unteren Kaste. Sie werden seit tausenden von Jahren unterdrückt und nicht als Menschen behandelt. Als die Liebe Jesu Christi sie erreichte, waren sie offen für das Evangelium. Sie hatten zuvor kein Recht auf Bildung, aber die Christen ermöglichten Menschen aller Klassen und Kasten Bildung, auch denen, für die das gesellschaftlich nicht vorgesehen war. Denn Christen glauben, dass jeder Mensch gleichwertig ist. Die Menschen aus niedrigen Klassen sind die Quelle für das Einkommen der Menschen aus höheren Klassen. Als sie Zugang zu Bildung erhielten, verstanden sie, dass sie ausgebeutet wurden. Sie begannen, ihre Stimme dagegen zu erheben. Der Grund für den Zorn auf Christen ist, dass sie für ein anderes Selbstwertgefühl der Menschen in niedrigen Klassen gesorgt haben, und dass viele von denen dann auch selbst Christen geworden sind.“

Pastor Samuel: „Christen in Deutschland sollten für Christen in Indien beten, besonders für die Pastoren, Evangelisten und diejenigen, die Gemeindedienste ausführen. Auch für politische Veränderungen, damit wir mehr Freiheit haben, das Evangelium zu predigen.“

Pastor Alex: „Deutschland ist eine bedeutende Macht in der UN und im Europäischen Parlament: Bringt dorthin unsere Stimme, dass Indien nur auf dem Papier ein säkulares Land ist und dass die Art und Weise, wie mit Minderheiten umgegangen wird, nicht gesund ist für die Nation und auch nicht für die Weltwirtschaft. Wir wollen, dass unsere Regierung unter Druck gesetzt wird, sich an die Verfassung zu halten. Und weil die Verfassung uns Christen gleiche Rechte garantiert, sollte die Regierung aufhören, uns als Nicht-Bürger zu behandeln.“

Pastor Samuel: „Die politische Agenda unserer Regierung ist es, Indien zu einer Hindu-Nation zu machen. Dieses Ziel gibt es nicht erst seit zwei Jahren, sondern schon seit 1925, als die hindu-nationalistische Organisation RSS gegründet wurde, die heute mit der Partei BJP das Parlament und die Regierung kontrolliert. Damals hatte sie noch nicht so einen großen gesellschaftlichen Einfluss und konnte diesen Plan nicht erfolgreich umsetzen. Wenn man heute einen ganz normalen Bürger fragt, ob Indien ein säkulares oder hinduistisches Land ist, würde er sagen: ein hinduistisches. Die Vorstellung der meisten Menschen ist, dass dieses Land den Hindus gehört und alle anderen Religionen gehen sollten.

Einer dieser RSS-Führer sagte 2014, als die BJP die Macht übernahm, dass am 31. Dezember 2021 der letzte Tag der Christen in Indien sein werde. Als er das sagte, erschien das wie ein verrücktes Statement. Wie kann jemand so etwas sagen? Die Regierung unternahm nichts gegen ihn und sagte, das sei seine persönliche Meinung, nicht die Position der Regierung. Aber die Dinge, die heute geschehen, die Art und Weise, wie sie die Kirchen kontrollieren und Christen angreifen – sie versuchen tatsächlich die Kirche auszulöschen. Aber die Kirche, das Christentum kann nicht aus dem Land vertilgt werden. Denn je mehr Verfolgung herrscht, desto stärker wachsen die Gemeinden. Wir wissen, dass am 1. Januar 2022 die Kirche als eine sehr starke Kirche auferstanden sein wird. Amen.“

Aufgezeichnet von Jonathan Steinert

In China hat sich die Lage von Christen im Laufe des vergangenen Jahres deutlich zugespitzt. Laut dem aktuellen Weltverfolgungsindex, den das christliche Hilfswerk Open Doors am Mittwoch veröffentlichte, ist es auf der Rangliste der Länder mit der schwersten Christenverfolgung von Rang 43 auf 27 vorgerückt. An China werde deutlich, wie totalitäre Regimes die Freiheit von Christen und religiösen Minderheiten einschränken. Moderne digitale Technik erleichtere es dabei den Behörden, Menschen zu kategorisieren und zu überwachen.

Im Februar vergangenen Jahres seien in China beispielsweise neue Vorschriften für religiöse Angelegenheiten in Kraft getreten. Da religiöse Bildung für Kinder und Jugendliche demnach verboten sei, hätten christliche Kindergärten und Sonntagsschulen schließen müssen, Kirchen seien gewzungen worden, Minderjährige vom Gottesdientsbesuch abzuhalten. Das geht aus dem Bericht von Open Doors zur aktuellen Lage der Christen hervor.

Religion müsse der Kommunistischen Partei dienen und an die chinesischen Traditionen angepasst werden. So seien Gemeinden gezwungen worden, die chinesische Flagge im Gottesdienstraum aufzuhängen, die Nationalhymne vor dem Gottesdienst zu singen oder Bilder von Jesus durch welche von Präsident Xi Jinping zu ersetzen. In der Provinz Zhejiang im Osten des Landes hätten Behörden Vorschriften erlassen, wie Kirchenkreuze auszusehen haben und wo sie angebracht werden dürfen.

Nordkorea bleibt schlimmster Christenverfolger

In Vietnam und Myanmar sind Christen laut Open Doors ebenfalls mit totalitären Regimes konfrontiert, die die Freiheit von Christen einschränken. Nach wie vor sei Nordkorea das Land, das Christen am stärksten unterdrückt. Wenn nicht der oberste Führer des Landes verehrt werde, gelte dies für das autoritäre Regime als Verbrechen. Hinsichtlich des Personenkults und der Kontrolle seiner Bürger sei Nordkorea beispiellos. „Das weltweit vielbeachtete Gipfeltreffen von Kim Jong Un mit US-Präsident Trump hat bislang zu keinen spürbaren Verbesserungen im Land geführt“, erklärt Open Doors.

Auch religiös-nationalistische Tendenzen setzen laut dem Hilfswerk Christen und andere religiöse Minderheiten in den betroffenen Ländern immer stärker unter Druck. In Indien etwa sähen militante Hindus Christen als Bedrohung für die Nation an. Die hindu-nationalistische Regierungspartei BJP treibe ihre Agenda voran, derzufolge „nur ein Hindu ein wahrer Inder sein kann“. Auch die Zahl gewaltsamer Angriffe auf Gemeinden und Pastoren seitens militanter Mobs sei angestiegen, die Behörden ließen radikale Kräfte oft gewähren. Seit die BJP 2014 die Mehrheit im Parlament errang, habe sich die Situation für Christen stetig verschlechtert.

Die Verbindung zwischen Religion und Nationalismus sei auch in der Türkei weiterhin ein Problem für Christen verschiedener Ethnien, vor allem für Konvertiten. „Es herrscht generell die Meinung, dass ein wahrer Türke ein sunnitischer Muslim sein muss“, heißt es im Bericht von Open Doors. Das spiele vor allem auf lokaler Ebene und in Familien eine wichtige Rolle, wo es oft großen Widerstand gegen Übertritte zum Christentum gebe. Denn eine Konversion bedeute gleichzeitig einen Verrat an der türkischen Identität und der Familie. Problematisch für Christen sei zudem das Bestreben des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die Türkei von einer säkularen Demokratie zu einem sunnitisch-muslimischen Staat umzubauen.

Christen auch in Russland von Muslimen unterdrückt

Nach wie vor gehe von islamistischem Extremismus große Gefahr für Christen aus. Ehemalige Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat breiteten sich zunehmend in Asien wie auch im Afrika südlich der Sahara aus und inspirierten militante islamistische Splittergruppen. In Ägypten, Somalia und im Jemen hätten solche Gruppen an Stärke gewonnen. Libyen sei als gescheiterter Staat vor allem für durchreisende Migranten ein gefährlicher Ort. Die Länder südlich der Sahara stellten „eines der größten Sicherheitsprobleme der Welt dar. In der Region treffen eine schwache Regierungsführung, Armut und der islamische Extremismus zunehmend aufeinander.“ Im islamisch bestimmten Norden Nigerias seien im vergangenen Jahr über 3.700 Christen wegen ihres Glaubens ermordet worden – das sind nach der Zählung von Open Doors mehr als in allen anderen Ländern zusammen.

Erstmals seit 2011 ist Russland wieder auf dem Weltverfolgungsindex gelandet (Rang 41). Christen werden demnach vor allem in muslimischen Regionen in ihrem sozialen Umfeld unterdrückt, etwa im Nordkaukasus. Auch von der Regierung gehe durch einschränkende Gesetze Druck auf Christen aus. Die russisch-orthodoxe Kirche genieße weitgehend die Gunst der Regierung. „Nichtregistrierte Kirchen, die das Evangelium aktiv weitergeben, können mit Hindernissen wie Überwachung und Verhören rechnen.“

Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, resümierte: „Die gegenwärtige Situation der verfolgten Christen und anderer Minderheiten ist katastrophal und alarmierend.“ Er forderte von Politikern wie auch von Christen, „deutlich mehr“ für Religionsfreiheit zu tun als bisher. Für den Weltverfolgungsindex analysiert Open Doors, welche Freiheit Christen in verschiedenen Lebensbereichen haben, ihren Glauben zu leben – im Privaten, in der Familie, im gesellschaftlichen Umfeld. Zudem wird untersucht, wie der Staat Einfluss nimmt auf die Religionsausübung und inwiefern kirchliches Leben möglich ist. Schließlich fließt in die Analyse auch ein, in welchem Ausmaß Christen in den verschiedenen Lebensbereichen physischer Gewalt ausgesetzt sind. Open Doors versteht den Weltverfolgungsindex jedoch nicht als statistische Aussage über den Grad der Christenverfolgung in den jeweiligen Ländern.

Von: Jonathan Steinert

Lage verfolgter Christen ist alarmierend idea.de - Aktuell(cached at January 16, 2019, 4:01 am)

In vielen Ländern ist die Lage verfolgter Christen alarmierend. Zunehmend bedrohen religiöser Nationalismus und ein sich ausbreitender Islamismus die Religionsfreiheit. Zu diesem Ergebnis kommt der Weltverfolgungsindex 2019 des christlichen Hilfswerks Open Doors.
Im kommunistischen China ist die nächste Verfolgungswelle vorprogrammiert. Dieser Ansicht ist der Leiter des christlichen Hilfswerks Open Doors, Markus Rode.

Die Evangelische Medienakademie geht in Hamburg neu an den Start. Mit einer Feierstunde wird die journalistische Aus- und Fortbildungsstätte am Donnerstag offiziell eröffnet, wie das Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordkirche mitteilte. Angeboten werden mehr als 100 Kurse zum Thema Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit.

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Wegen seiner scharfen Kritik an Robert Menasse hat sich der evangelische Kulturbeauftragte Johann Hinrich Claussen bei dem Schriftsteller und dessen Familie entschuldigt. Er habe sich über Menasses Erklärungen in der Zeitung "Die Welt" geärgert und zu schnell und zu scharf reagiert, sagte Claussen am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

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Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) will mit einer Petition ein Tempolimit von 130 Kilometer pro Stunde auf Autobahnen durchsetzen. Ab voraussichtlich 6. März sollen dazu innerhalb von vier Wochen 50.000 Unterschriften gesammelt werden, damit eine Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages erfolgen könne, sagte EKM-Gemeindedezernent Christian Fuhrmann in Magdeburg.

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Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) sucht intensiv nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für die scheidende Landesbischöfin Ilse Junkermann. Es gebe bereits Kontakte zu möglichen Kandidaten und es seien bereits Gespräche geführt worden, sagte die Präsidentin des Landeskirchenamtes, Brigitte Andrae, in Magdeburg. Im April sollen die Namen der Kandidaten den Landessynodalen und der Öffentlichkeit bekanntgegeben werden. Mögliche Kandidaten würden aus einer kleineren Findungsgruppe heraus angesprochen, wenn sie auf das Stellenprofil passten, so Andrae.

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Zum Beginn der Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über die Hartz-IV-Sanktionen haben sich Sozialverbände für eine Abschaffung der Leistungskürzungen ausgesprochen. Eine Kürzung des Existenzminimums widerspreche dem Grundgesetz, erklärte der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband am Dienstag. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, sagte, die Regelsätze seien jetzt schon so niedrig, dass es schnell existenzbedrohend werde, wenn sie gesenkt würden.

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Seit Januar 2019 ist die Evangelische Medienakademie eigenen Angaben zufolge Teil des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit der Nordkirche in Hamburg. Am neuen Standort verbindet die Akademie Fortbildungsangebote des bisherigen „Medienbüros Hamburg" mit dem „Studiengang Öffentlichkeitsarbeit" und den Fortbildungsangeboten für kirchliche Öffentlichkeitsarbeit in der Nordkirche.

Die mehr als 100 Angebote der Evangelischen Medienakademie zielen auf die Vermittlung von journalistischen Kompetenzen in der digitalen Kommunikation und die Arbeit mit Sozialen Medien, Suchmaschinen-Recherche und multimediales Storytelling. Auch Kurse zu ethischen Grundsätzen im Journalismus und zum Umgang mit Hass-Botschaften im Netz gehören zum Angebot der Akademie.

„Wir arbeiten unabhängig von Verlagen und politischen Einflüssen", heißt es auf der Webseite der Bildungseinrichtung. Sie sei „offen für alle". Die Evangelische Medienakademie steht als Einrichtung der Evangelischen Kirche eigenen Angaben zufolge für „fundierte Fortbildungen" und die „Vermittlung professioneller Kompetenzen in Journalismus und Kommunikation".

Die kirchliche Einrichtung zur Aus- und Weiterbildung von Journalisten wurde nach Angaben von evangelisch.de 1949 gegründet und war demnach bis 2009 im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt, danach in Berlin angesiedelt. Später wechselte die Trägerschaft zum Evangelischen Medienverband im Rheinland, während die Evangelische Journalistenschule in Berlin unter Federführung des GEP verblieb.

Von: Norbert Schäfer

Der Sozialwissenschafter und Theologe Gerhard Wegner hat sich für eine Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen ausgesprochen. Stattdessen sollten die Jobcenter mit positiven Anreizen für Langzeitarbeitslose arbeiten, sagte der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag im Radiosender HR-Info. Denkbar seien mehr Möglichkeiten für Hartz-IV-Bezieher zum Hinzuverdienst sowie finanzielle Anreize etwa für erfolgreiche Bewerbungen.

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© Regina König / ERF Medien

Verantwortung übernehmen – und das in der Freizeit: In Deutschland sind fast 15 Millionen Menschen dazu bereit. Viele von ihnen setzen sich ein in ihren Kirchengemeinden. Was immer unerlässlicher wird angesichts großer Strukturreformen und Personaleinsparungen, besonders in den Kirchen im Osten des Landes. Doch wo liegen Chancen und Grenzen des Ehrenamtes? Regina König war zu Gast in der Ehrenamtsakademie in Meißen.


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